Statt auf die Sorgen der Delegierten
des BDI einzugehen, pochte der ge-
sundheitspolitische Sprecher der Uni-
on Jens Spahn auf den Koalitionsver-
trag – und räumte ein: „Große Koaliti-
on heißt mitunter große Kompromis-
se.“ Derzeit werde das unter Ärzten
umstrittene Qualitätsinstitut gegrün-
det. „Es geht darum, Qualität sichtbar
zu machen und zu fördern.“ Daran
werde nicht gerüttelt.
In vier bis sechs Wochen komme
der Entwurf eines Versorgungsstär-
kungsgesetzes. Dieses sei nötig, um
mehr Ärzte aufs Land zu bekommen.
Geld als Lockmittel reiche nicht, sagte
Spahn. Man könne inzwischen auch in
Brandenburg gut Geld verdienen,
trotzdem wolle keiner dorthin. Die
größte Baustelle sei für die Koalition
daher das Studium: Wer studiert mit
welchem Ziel Medizin und was pas-
siert danach? Es sei nötig, die beste-
henden Strukturen zu verändern.
Die strittige Vier-Wochen-Frist für
Facharzttermine sei einer der „großen
Kompromisse“, bekannte er. In der
Öffentlichkeit spiele die Frage eine
Rolle: Wie lange warten GKV- oder
Privatpatienten auf einen Arzttermin?
Es entstehe der Eindruck einer Zwei-
Klassen-Medizin. „Das müssen wir in
den Griff kriegen.“ Man müsse hinter-
fragen, warum es in manchen Gegen-
den längere Wartezeiten gebe als in
anderen. Man wolle dies mit den Kas-
senärztlichen Vereinigungen angehen.
„Was uns trägt, ist das gemeinsame
Bekenntnis zur Freiberuflichkeit. Wir
wissen, dass wir eine gute Versorgung
nur mit den Beteiligten erreichen.“
Aber die Argumente der „Beteilig-
ten“ fielen in der Delegiertenver-
sammlung auf taube Ohren bei Spahn.
Der Zweite BDI-Vizepräsident Dr.
Hans-Friedrich Spies kritisierte, dass
die Qualitätsdiskussion nur zur Kos-
tendämpfung missbraucht wird. „Wir
befürchten, dass es statt mehr Qualität
mehr Bürokratie geben wird.“ Spahn
wies den Einwand zurück. Kosten-
dämpfung stehe nicht im Mittelpunkt
der Interessen der Koalition. Es gehe
allein um Strukturverbesserung.
BDI-Vorstandsmitglied Dr. Tho-
mas Schröter wies den Politiker auf
den eigentlichen Grund für die unter-
schiedlichen Wartezeiten hin: „Es liegt
am Budget.“ Er finde es verwerflich,
wenn die Koalition diese Realität igno-
riere und die CDU aus Angst vor der
Bürgerversicherung hier reine SPD-
Politik übernehme. Spahn wiegelte ab:
In ein bis zwei Jahren könne man
schauen, was sich getan habe. Sprach’s
und verschwand zurück ins Plenum
des Bundestags.
(KS)
Mit großen Hoffnungen
wurde Jens Spahn beim
Deutschen Internistentag
des BDI erwartet. Doch der
CDU-Politiker ignorierte die
Sorgen der Ärzte.
Spahn kam, sah – und kniff
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Große Koalition
heißt mitunter gro-
ße Kompromisse.
Jens Spahn, (CDU)
gesundheitspolitischer Sprecher
Neben der Tätigkeit als Internis-
tin/Internist im Krankenhaus
oder einer wirtschaftlich selbst-
ständigen Tätigkeit im ambulan-
ten Versorgungsbereich, hat sich
in den letzten Jahren verstärkt
das Arbeitsfeld für angestellte
Ärztinnen und Ärzte im ambu-
lanten Versorgungsbereich her-
ausgebildet. Obgleich eine An-
stellung in Großpraxen und Me-
dizinischen Versorgungszentren
immer noch den Großteil der
Angestelltenverhältnisse abbil-
det, etablieren sich nach und
nach auch Anstellungsverhältnis-
se in kleineren Praxen.
Um auch diesen Tätigkeitsas-
pekt bei der Vertretung der be-
rufspolitischen Belange im Rah-
men der BDI-Arbeit künftig
noch besser ausprägen zu kön-
nen, laden wir alle ambulant täti-
gen Angestellten Mitglieder un-
seres Verbandes zu einem inten-
siven Austausch am Freitag, den
7. November 2014, 15.00 Uhr in
die Dependance des Berufsver-
bandes Deutscher Internisten,
Robert-Koch-Platz 9, 10115
Berlin-Mitte herzlich ein.
Für die Organisation teilen
Sie bitte Ihre Teilnahme inklusi-
ve Ihrer Adressdaten der BDI-
Geschäftsstelle
unter
in-
mit. Wir freuen uns
auf einen interessanten Aus-
tausch!
Fragen richten Sie bitte an:
Tilo Radau, Geschäftsführer, Tel.:
0611/181 33-0
Anstellung
in kleineren
Arztpraxen
Der BDI lädt alle
ambulant tätigen Ange-
stellten Mitglieder zu
einem Informations-
nachmittag am
7. November ein.
INFO-NACHMITTAG
ANZEIGE
der erste und einzige Pneumokokken-
Konjugatimpfstoff für jedes Alter.*
Überzeugende Immunantwort
1,3,4
Gute Verträglichkeit
1,3
Starkes Prinzip bei Kindern gezeigt
2,3,
1
Prevenar13
®
Fachinformation;
2
Pollard AJ, Perrett KP, Beverley PC. Nat Rev Immunol 2009;9(3):213 – 20;
3
Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) variation assessment report, European Medicines Agency, 22 September 2011;
4
Jackson LA, Gurtman A, Rice K. Clin Microbiol Infect 2011;17 (Suppl. s4): S85 (Abstract 0426);
*
zugelassen ab 6 Wochen.
Prevenar 13
®
bietet keinen 100%igen Schutz vor den im Impfstoff enthaltenen Serotypen und keinen Schutz vor nicht im Impfstoff enthaltenen Serotypen. Die Zulassung von Prevenar 13
®
basiert auf der Immunantwort funktioneller Antikörper. Für Prevenar 13
®
wurde
keine Reduktion der Morbidität und Mortalität bei invasiven oder nicht invasiven Pneumokokken-Erkrankungen nachgewiesen. Hypersensitivität (z.B. Überempfindlichkeit) gegen jedweden Bestandteil von Prevenar 13
®
oder gegen jeden Diphtherietoxoid-enthaltenden
Impfstoff stellt eine Gegenanzeige für die Anwendung von Prevenar 13
®
dar. Die am häufigsten genannten (
≥
20%) lokalen und/oder systemischen Nebenwirkungen in klinischen Studien mit Prevenar 13
®
bei Erwachsenen
≥
18 Jahre waren Rötungen, Schwellungen,
Druckempfindlichkeiten, Verhärtungen und Schmerzen an der Einstichstelle, eingeschränkte Beweglichkeit des geimpften Arms, verminderter Appetit, Kopfschmerzen, Durchfall, Schüttelfrost, Müdigkeit, Hautausschlag und eine Verschlechterung bestehender oder neu
aufgetretener Gelenk- oder Muskelschmerzen. Bei zuvor noch nicht gegen Pneumokokken geimpften Erwachsenen im Alter von 18–49 Jahren war der Anteil gemeldeter lokaler und systemischer Nebenwirkungen allgemein höher verglichen mit älteren Erwachsenen
(50–59 sowie 60–64 Jahre). Der Antikörperschwellenwert, der mit dem Schutz gegen invasive oder nicht invasive Pneumokokken-Erkrankungen bei Erwachsenen korreliert, wurde nicht bestimmt. Die klinische Relevanz der Titer unterschiedlicher funktioneller Antikör-
per gegen die im Impfstoff enthaltenen Serotypen, bei verschiedenen Altersgruppen sowie zwischen Prevenar 13
®
und dem Pneumokokken-Polysaccharid-Impfstoff sind nicht bekannt. Daten zur Immunogenität und Sicherheit sind für Erwachsene im Alter von 18–67
Jahren, die zuvor mit Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff geimpft wurden, nicht vorhanden. Es liegen nur eingeschränkt Daten zur Sicherheit und zur Immunogenität von Prevenar 13
®
bei Patienten mit Sichelzellenanämie, allogener hämatopoetischer Stammzelltrans-
plantation oder HIV-Infektion vor. Es liegen keine Daten für andere immunkompromittierte Patientengruppen vor. Es sollte jeweils individuell beurteilt werden, ob ein Patient geimpft werden kann oder nicht. Immunkompromittierte Personen oder Personen mit einge-
schränkter Immunantwort aufgrund einer immunsuppressiven Therapie können auf Prevenar 13
®
mit einer verringerten Antikörperantwort reagieren. Die Studien waren nicht darauf ausgelegt, Unterschiede in den Immunantworten zwischen gesunden Erwachsenen und
immunkompromittierten Erwachsenen mit stabilen, chronischen Begleiterkrankungen nachzuweisen. Es liegen nur eingeschränkt Daten zur Sicherheit und zur Immunogenität von Prevenar 13
®
bei immunkompromittierten Erwachsenen im Alter von 18–49 Jahren mit
Begleiterkrankung vor. Die gleichzeitige Anwendung von Prevenar 13
®
und einem TIV-Impfstoff führte im Vergleich zu der alleinigen Anwendung von Prevenar 13
®
zu einer schwächeren Immunantwort. Die klinische Relevanz dieses Ergebnisses ist unbekannt. Eine Me-
mory-B-Zell-Produktion wurde bei Erwachsenen nach Prevenar 13
®
Anwendung nicht untersucht.
Prevenar 13
®
Injektionssuspension, Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff (13-valent, adsorbiert); Zusammensetzung:
Wirkstoffe: 1 Dosis (0,5ml) enth.: Pneumokokkenpolysaccharid, Serotypen 1, 3, 4, 5, 6A, 7F, 9V, 14, 18C, 19A, 19F, 23F: je 2,
2 µg; Serotyp 6B: 4,4 µg; jeweils konjugiert a. CRM197-Trägerprotein u. adsorbiert a. Aluminiumphosphat (0,125 mg Aluminium).
Sonst. Bestandteile:
Natriumchlorid, Bernsteinsäure, Polysorbat 80, Wasser f. Inj.-zwecke.
Anwendungsgebiete:
Säugl., Kdr. u. Jugendl.
i. Alter v. 6 Wo.–17 J.: Aktive Immunisier. z. Prävention v. invasiven Erkrank., Pneumonie u. akuter Otitis media, d. durch S. pneumoniae verursacht werden; Erw.
≥
18 J. u. ältere Pers.: Aktive Immunisier. z. Prävention v. invasiven Erkrank., d. durch S. pneumoniae verursacht
werden. Anw. sollte auf Basis offizieller Empfehl. erfolgen u. Risiko invasiver Erkrank. i. d. versch. Altersgruppen, bestehende Grunderkrank. sowie epidemiolog. Variabilität d. Serotypen i. d. untersch. geograph. Gebieten berücksichtigen.
Gegenanzeigen:
Überemp-
findlichk. gg. d. Wirkstoffe, gg. e. d. sonst. Bestandteile od. gg. Diphtherie-Toxoid. Bei Säugl. u. Kdrn. m. schwerer akuter fiebriger Erkrank. Impfung verschieben. Nicht intravaskulär injizieren.
Nebenwirkungen:
Säugl. u. Kdr. i. Alter v. 6 Wo.–5 J.: NW i. klin. Studien:
Sehr häufig: vermind. Appetit; Fieber; Reizbark.; Erythem, Verhärt./Schwell. od. Schmerz/Berührungsempfindlichk. a. d. Inj.-stelle; Schläfrigk.; mangelh. Schlafqualität; Erythem, Verhärt./Schwell. v. 2,5–7,0 cm a. d. Inj.-stelle (nach Boosterdosis u. bei 2–5 J. alten Kdrn.).
Häufig: Erbrechen; Durchfall; Ausschlag; Fieber
≥
39 °C; eingeschr. Beweglichk. a. d. Inj.-stelle wg. Schmerzen; Erythem, Verhärt./Schwell. v. 2,5–7,0 cm a. d. Inj.-stelle (nach Grundimmunisier. bei Säugl.). Gelegentlich: Krampfanfälle einschl. Fieberkrämpfe; Urtikaria od.
Urtikaria-ähnl. Ausschlag; Erythem, Verhärt./Schwell. > 7,0 cm a. d. Inj.-stelle; Weinen. Selten: Überempfindlichk.-reakt. einschl. Gesichtsödem, Dyspnoe, Bronchospasmus; hypoton-hyporesponsive Episode. NW nach Markteinführ. v. Prevenar 13 (Häufigk. nicht bekannt):
Lymphadenopathie (lokalis. i. Bereich d. Inj.-stelle); anaphylakt./anaphylaktoide Reakt. einschl. Schock; Angioödem; Erythema multiforme; Urtikaria, Dermatitis, Pruritus a. d. Inj.-stelle; Hautröt. (i. Gesicht u./od. a. Körper); Apnoe bei extrem Frühgeborenen (
≤
28. SSW).
Kdr. u. Jugendl. i. Alter v. 6–17 J.: NW i. klin. Studien: Sehr häufig: vermind. Appetit; Reizbark.; Erythem, Verhärt./Schwell. od. Schmerz/Berührungsempfindlichk. a. d. Inj.-stelle; Schläfrigk.; mangelh. Schlafqualität; Berührungsempfindlichk. a. d. Inj.-stelle (einschl.
eingeschr. Beweglichk.). Häufig: Kopfschm.; Erbrechen; Durchfall; Ausschlag; Urtikaria od. Urtikaria-ähnl. Ausschlag; Fieber. Weitere NW, d. bei Säugl. u. Kdr. i. Alter v. 6 Wo.–5 J. auftraten, sind mögl. Bei Pat. m. Sichelzellkrankh., HIV-Infekt. od. hämatopoet. Stamm-
zelltranspl. traten Kopfschm., Erbrechen, Durchfall, Fieber, Müdigk., Arthralgie u. Myalgie sehr häufig auf. Erw.
≥
18 J. u. ältere Pers.: NW i. klin. Studien: Sehr häufig: vermind. Appetit; Kopfschm.; Durchfall; Erbrechen (bei Erw. zw. 18 u. 49 J.); Ausschlag; Kälteschauer;
Müdigk.; Erythem, Verhärt./Schwell. od. Schmerz/Berührungsempfindlichk. a. d. Inj.-stelle (starke Schmerzen/Berührungsempfindlichk. sehr häufig bei Erw. zw. 18 u. 39 J.); eingeschr. Beweglichk. d. Arms (starke Beeinträcht. d. Beweglichk. d. Arms sehr häufig bei Erw. zw.
18 u. 39 J.); Arthralgie; Myalgie. Häufig: Erbrechen (bei Erw.
≥
50 J.); Fieber (sehr häufig bei Erw. zw. 18 u. 29 J.). Gelegentlich: Übelk.; Überempfindlichk.-reakt. einschl. Gesichtsödem, Dyspnoe, Bronchospasmus; Lymphadenopathie i. Bereich d. Inj.-stelle.
Bei HIV-Infizierten traten Fieber u. Erbrechen sehr häufig u. Übelk. häufig auf. Bei Pat. m. hämatopoet. Stammzelltranspl. traten Fieber u. Erbrechen sehr häufig auf. Weitere Informationen s. Fach- u. Gebrauchsinformation.
Abgabestatus:
Verschreibungspflichtig.
Pharma-zeutischer Unternehmer:
Pfizer Limited, Ramsgate Road, Sandwich, Kent CT13 9NJ, Vereinigtes Königreich.
Repräsentant in Deutschland:
PFIZER PHARMA GmbH, Linkstr. 10, 10785 Berlin.
Stand:
Juni 2014.
b-4v6pv13-sui-0
Berufspolitik
BDI aktuell
Oktober 2014
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