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Die Kassenärztliche Bundesvereini-
gung (KBV) und der GKV-Spitzen-
verband haben sich in der zweiten Ver-
handlungsrunde auf ein Honorarplus
geeinigt. Insgesamt können die Ärzte
mit 850 Millionen Euro mehr im kom-
menden Jahr rechnen.
Fachärzte erhalten ab Januar 2015
einen Zuschlag zur Pauschale für die
fachärztliche Grundversorgung (PFG)
– insgesamt 132 Millionen Euro. Der
Zuschlag wird extrabudgetär gezahlt.
Außerdem können ab Januar auch In-
ternisten mit Schwerpunkt die PFG
abrechnen.
Auch die Hausärzte erhalten 2015
für Hausbesuche und für Beschäfti-
gung von qualifizierten nichtärztlichen
Praxisassistentinnen (Verahs) 132 Mil-
lionen Euro mehr. Die Verahs werden
damit in die Regelversorgung über-
nommen. Nach Angaben von KBV
und GKV-Spitzenverband fließt dieses
Geld außerhalb der morbiditätsbe-
dingten Gesamtvergütung.
Alle niedergelassenen Ärzte erhal-
ten zudem ein höheres Honorar von
536 Millionen Euro. Der Orientie-
rungspunktwert steigt um 1,4 Prozent
auf 10,27 Cent (bisher 10,13 Cent).
Nach Angaben der KBV soll der
kalkulatorische Arztlohn bei der
EBM-Reform 2016 angehoben wer-
den. Das sei der Einstieg in feste Prei-
se, kommentierte KBV-Chef Dr. And-
reas Gassen das Ergebnis. „Wichtig ist
für uns die Förderung der haus- und
fachärztlichen Grundversorgung.“
Gassen hatte die Latte im Vorfeld
hoch gelegt. Die vertragsärztliche und
-psychotherapeutische Versorgung sei
um mehr als fünf Milliarden Euro un-
terfinanziert, hatte er mehrfach vorge-
rechnet, diese Summe allerdings nie
zur offiziellen Forderung der Ärzte er-
hoben. Dennoch wirkt das tatsächlich
erreichte Ziel dagegen mager.
Die Kritik von Ärzteseite folgte
prompt. „Die Steigerung der Gesamt-
vergütung hat sich in den vergangenen
Jahren an allem, nur nicht an den Kos-
ten und dem tatsächlichen Leistungs-
bedarf orientiert. Es besteht Nachhol-
bedarf“, sagte Dr. Wolfgang Wesiack,
Präsident des Berufsverbandes Deut-
scher Internisten. Doch es sei naiv, mit
fünf Milliarden zu rechnen, so Wesi-
ack. Denn ein Honoraranstieg in der
GKV sei nur in einem geringen Rah-
men möglich, der durch das SGB V
vorgegeben ist. Im Kollektivvertrag ge-
be es dazu keine Alternativen.
„Keines der von der KBV gesteck-
ten Ziele ist erreicht worden“, klagte
der Vorsitzende des NAV-Virchow-
bundes, Dr. Dirk Heinrich. Die Anhe-
bung des Orientierungspunktwertes
gleiche nicht einmal die Inflationsrate
aus. Die Förderung der hausärztlichen
Strukturen betonten die Kassen.
(af)
Der Honorarpoker ist been-
det: Ärzte sollen im kom-
menden Jahr 850 Millionen
Euro mehr erhalten. Doch
das Ergebnis schmeckt
nicht jedem.
850 Millionen Euro mehr für Ärzte
Honorarverhandlung
Jährlich verhandeln KBV und GKV-
Spitzenverband über Preis und
Menge der ärztlichen Leistungen.
Daraus folgt eine Empfehlung für
die Länder-KVen. Regional wird
ermittelt, wie sich die Morbidität
verändert hat. Bei der Anpassung
des Orientierungswertes sind
Kostensteigerungen in den Praxen
und Wirtschaftlichkeitsreserven zu
berücksichtigen.
Die Ursache für längere Wartezeiten
von GKV-Versicherten auf einen Arzt-
termin sieht Bundesärztekammer-Prä-
sident Frank Ulrich Montgomery in
einer besseren Vergütung bei Privatpa-
tienten. „Wir wissen alle, dass es das
bessere Vergütungsmodell der privaten
Krankenversicherungen ist, das zu
schnelleren Terminen führt. Wenn die
Funktionäre der gesetzlichen Kran-
kenversicherungen das beklagen, weiß
ich eine schnell wirksame Therapie:
Vergüten, leisten und regeln Sie wie
die PKV, dann bekommen Ihre Pati-
enten genauso schnell einen Termin.“,
so Montgomery beim Deutschen Ärz-
tetag.
Dies veranlasste die Linken, bei der
Bundesregierung nachzufragen, wie es
sich mit den Patientenkosten in GKV
und PKV sowie den Verdienstmög-
lichkeiten von Ärzten verhält. Die
Bundesregierung gibt hierzu an, dass
Daten fehlten. Im Übrigen wolle sie
die Wartezeiten im fachärztlichen Be-
reich ohnehin durch Terminservice-
stellen bei den KVen regeln.
Interessant sind aber einige Daten:
So gibt die GKV laut Bundesregierung
je Versicherten 514 Euro und je Mit-
glied 685 Euro aus. Die GKV führe im
Schnitt zu einem Umsatz von 275000
Euro pro Arzt und Psychotherapeut.
Diese letztgenannte Zahl ist auch un-
ter dem Aspekt der derzeitigen EBM-
Diskussion interessant, wo es um den
kalkulierten Arztlohn geht. Dieser soll
dem deutschen Vertragsarzt durch-
schnittlich als Gewinn übrig bleiben.
Bei der privaten Krankenversiche-
rung geht man von Kosten von 610
Euro pro Versicherten aus und von zu-
sätzlichen Einnahmen von 44400 Eu-
ro pro Arzt.
Sofern man tatsächlich Äpfel und
Birnen bei der dualen Krankenversi-
cherung vergleichen kann, sind diese
Zahlen, insbesondere zur Höhe der
Kosten pro Versicherten in der PKV
sehr interessant.
(HFS)
Regierung hält an
Servicestellen für
Arzttermine fest
WARTEZEITEN
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Wirksam bei 1x täglicher Gabe – auch in der Therapie
Keine Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz
2
Auch zugelassen zur Therapie der Lungenembolie
3
Die abgebildete Person ist ein Model.
1
mit aktiver Tumorerkrankung;
2
bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance ≥ 20 ml/min; Siguret, V et al. Thromb Haemost 2000; 84: 800-804, Fachinformation innohep
®
20.000 Anti-Xa I.E./ml Fertigspritzen Injektionslösung 2014;
3
bis Übergang Stadium III, nicht bei hämodynamisch instabilen Patienten
innohep
®
20.000 Anti-Xa I.E./ml Fertigspritzen Inj.lsg., innohep
®
20.000 Anti-Xa I.E./ml Durchstechfl. Inj.lsg. (Therapie)
Wirkstoff: Tinzaparin-Natrium
Zus.:
1ml Inj.lsg. enth.: Tinzaparin-Natrium20.000 Anti-Xa I.E.. Sonst. Bestandt.: Natriummetabisulfit, Natriumhydroxid, Wasser f. Inj.zwecke.
Durchstechfl.
zusätzl.: Benzylalkohol.
Anwend.:
Behandl. v. Venenthromb. u. thromboemb. Erkr. einschl.
tiefer Venenthromb. u. Lungenemb.
Fertigspritzen
zusätzl.: Langzeitbehandl. v. symptomatischen venösen Thromboembolien u. Rezidivprophylaxe b. Pat. m. aktiver Tumorerkrankung.
Gegenanz.:
Überempf. ggü. Tinzaparin/Heparin, sonst.
Bestandt., akt. od. bek. Abnahme d. Blutplättchenzahl aufgr. Beh. mit Heparin (Hep.-induz. Thrombozytopenie), starke Blutung (z.B. Gehirn, Rückenmark, Auge oder Magen) od. Zustand, der schw. Blutungen begünstigt, Infekt. d. Herzinnenhaut
(sept. Endokarditis), Rückenmarks-/Epiduralanästh. od. Lumbalpunktion, i.m.-Injektion. Nicht b. Kindern u. Jugendl.
Vorsicht b.
bek. Blutungsneigung, gleichz. intramuskulärer Anw. anderer Arzneimittel, vermind. Blutplättchenzahl, erhöht. Ka-
liumspiegel im Blut (Hyperkaliämie), künstl. Herzklappe, stark eingeschr. Nierenfunkt. (Kr.-Cl. < 30 ml/min), gleichz. Anw. von d. Blutgerinnung beeinfluss. Arzneim., z.B. NSAIDs (ASS), thrombolyt. Arzneim., Vitamin-K-Antagonisten, aktiv. Protein
C, direkte Faktor-Xa- u. IIa-Hemmer.
Schwangersch.:
Behandl. durch entspr. erfahr. Arzt. Nur Fertigspritzen: Anw. während der gesamten Schwangerschaft mögl. Kontraindiziert: Schwangere m. künstl. Herzklappen, Epiduralanästh. (Zeitabstand
mind. 24 h).
Stillz.:
Vorsicht: Nur begr. Erfahrung.
Durchstechfl.
zusätzl.: Keine Anw. wg. Benzylalk. b. Früh- u. Neugeb.
Nebenw.:
Schwerw. Nebenw. insges. selten: ernsthafte allerg. Reakt. (mit plötzl. schw. Hautausschlag, Schwellungen von
Rachen, Gesicht, Lippen, Mund, Atemproblemen) u. starke Blutungen (Sympt. beinh. roten od. braunen Urin, schwarze Teerstühle, ungewöhnl. Blutergüsse u. jegliche nicht zu stoppende Blutung. Häufig: Blutungen (ggf. Anämie Blutergüsse),
Reakt. an Inj.stelle (u.a. Blutungen, Blutergüsse, Schmerzen, Juckreiz, Rötung, Schwellung, Bild. harter Beule). Gelegentl.: Thrombozytopenie, Überempfindlichk., Blutergüsse u. Hautverfärbung, erh. Leberenzymwerte, Dermatitis, Hautausschlag,
Juckreiz. Selten: Hep. induz. Thrombozytopenie, Thrombozytose, Angioödem, anaphylakt. Reakt., Hyperkaliämie, tox. Hautausschlag, Hautnekrosen, Nesselausschlag, Osteoporose, Priapismus. Verschreibungspflichtig.
Pharmazeutischer
Unternehmer:
LEO Pharma A/S, Industriparken 55, DK-2750 Ballerup. Örtl. Vertreter: LEO Pharma GmbH, Frankfurter Straße 233, A3, D-63263 Neu-Isenburg, Telefon: 06102/201-0, Telefax: 06102/201-200,
.
Darreichungsformen, Packungsgrößen:
innohep
®
20.000 Anti-Xa I.E./ml Fertigspritzen Inj.lsg.:
Packungen mit 6, 10, 30 (Bündelpackung 5 x 6) Fertigspritzen zu 0,5 ml (10.000 Anti-Xa I.E.),
0,7 ml (14.000 Anti-Xa I.E.), 0,9 ml (18.000 Anti-Xa I.E.). AP: 10 Fertigspritzen zu 0,5 ml/0,7 ml/0,9 ml.
innohep
®
20.000 Anti-Xa I.E./ml Durchstechflaschen Inj.lsg.:
1, 10 Durchstechflaschen zu 2 ml. AP: 10 Durchstechflaschen zu 2 ml.
Stand: September 2013 (innohep
®
20.000 Anti-Xa I.E./ml Durchstechflaschen Inj.lsg.)
Stand: Juni 2014 (innohep
®
20.000 Anti-Xa I.E./ml Fertigspritzen Inj.lsg.)
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1
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