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GKV-Spargesetz
stoppen

Praxen bedroht - Patienten in Not

Das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gefährdet die ambulante Versorgung. Gemeinsam mit MEDI ruft der BDI dazu auf, die Folgen dieser Sparpolitik sichtbar zu machen.

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Am 10. Juni 2026 setzen Praxen bundesweit ein Zeichen gegen weitere Einschnitte in der ambulanten Versorgung.

Warum protestieren wir?

Praxen sind das Rückgrat der medizinischen Versorgung. Sie behandeln Millionen Patientinnen und Patienten wohnortnah, koordinieren Diagnostik und Therapie und entlasten Notaufnahmen und Krankenhäuser. Wer hier spart, spart an der falschen Stelle.

Gleichzeitig steht die ambulante Versorgung seit Jahren unter wachsendem Druck: steigende Kosten, zunehmende Bürokratie, Fachkräftemangel und eine immer höhere Inanspruchnahme durch Patientinnen und Patienten.

Statt Praxen zu entlasten, drohen mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz weitere Einschnitte. Ab 2027 sollen der vertragsärztlichen Versorgung rund 2,7 Milliarden Euro entzogen werden. Geplant ist die Abschaffung der extrabudgetären Vergütung des Hausarztvermittlungsfalls und der offenen Sprechstunden.

Die Kürzungen hören aber nicht bei den fachärztlichen Leistungen auf. Auch im hausärztlichen Bereich stehen Eingriffe im Raum, etwa durch die Streichung einzelner Leistungen oder durch Mechanismen, die die eigentlich entbudgetierte hausärztliche Versorgung faktisch wieder begrenzen können. Das gefährdet nicht nur die wirtschaftliche Stabilität vieler Praxen, sondern auch die wohnortnahe Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Für die Versorgung bedeutet das:

  • Weniger Zeit für Versorgung
    Bürokratie und Kostendruck gehen zulasten der sprechenden Medizin.
  • Weniger Planungssicherheit für Praxen
    Wer Versorgung sichern soll, braucht verlässliche Rahmenbedingungen.
  • Längere Wartezeiten für Patientinnen und Patienten
    Wenn Praxen geschwächt werden, trifft das am Ende die Menschen vor Ort.

Sparpolitik ersetzt keine Gesundheitsreform.

Wer Versorgung sichern will, muss Praxen stärken – nicht schwächen.

So können Sie sich beteiligen

  • Praxisschließung: Am Mittwoch, den 10. Juni 2026, rufen wir zu bundesweiten und ganztägigen Praxisschließungen auf, an denen interne Fortbildungen zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz stattfinden können. Praxisvertretungen müssen regional und eigenständig vor Ort von den Praxen organisiert werden. 👉 Hier finden Sie weitere Infos zur Protestaktion.
  • Praxisplakate & Patienteninformation: Nutzen Sie unsere Plakate und Patienteninformationen zum Download, um Ihre Patientinnen und Patienten in der Praxis über die aktuelle Lage und die drohenden Einschnitte in der Versorgung zu informieren. 👉 Hier geht es zur Download-Seite für die Plakate.
  • E-Mail an Bundestagsabgeordnete: Schreiben Sie mit wenigen Klicks Ihren Bundestagsabgeordneten an mit der Bitte, dem geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz nicht zuzustimmen. 
    👉 Hier geht es zur E-Mail-Vorlage.
  • Social Media-Vorlage: Nutzen Sie unsere Social Media Vorlage für Ihren Praxis-Kanal oder Ihre privaten Kanäle.👉 Zur Vorlage für Social Media.

Eine Aktion des MEDIVERBUND mit den Mitgliedern der Allianz Deutscher Ärzteverbände: