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GKV-Spargesetz
stoppen

Kliniken unter Druck – Innere Medizin braucht stabile Strukturen

Das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz trifft nicht nur Praxen, sondern auch Krankenhäuser. Für die Innere Medizin bedeutet das: noch mehr Druck auf Kliniken, Stationen, Notaufnahmen, Weiterbildung und das Personal.

Die BDI-Aktion richtet sich an stationär tätige Internistinnen und Internisten, die die Auswirkungen der geplanten Sparpolitik sichtbar machen möchten – sachlich, politisch und patientenorientiert.

Die Bundesregierung will mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz die Ausgabendynamik in der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzen. Der Entwurf wurde am 29. April 2026 vom Kabinett beschlossen und befindet sich im laufenden Gesetzgebungsverfahren. Aus Sicht des BDI droht damit jedoch keine nachhaltige Strukturreform, sondern zusätzlicher finanzieller Druck auf ein ohnehin belastetes Versorgungssystem.

Für die Versorgung bedeutet das:

  • Mehr Druck auf internistische Abteilungen
    Internistische Kliniken tragen einen erheblichen Teil der Akut-, Notfall- und Komplexversorgung.
  • Weniger Planungssicherheit
    Krankenhäuser befinden sich mitten in der Krankenhausreform. Zusätzliche Kürzungen erschweren die notwendige Transformation.
  • Gefahr für Weiterbildung und Personal
    Wenn wirtschaftlicher Druck steigt, geraten Arbeitsbedingungen, Weiterbildungskapazitäten und ärztliche Nachwuchsgewinnung zusätzlich unter Druck.

Warum die Innere Medizin besonders betroffen ist

Die Innere Medizin ist das Rückgrat der stationären Versorgung: Notaufnahmen, Intensivstationen, geriatrische Versorgung, Onkologie, Kardiologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Pneumologie, Infektiologie und viele weitere internistische Bereiche sichern täglich die Versorgung schwer kranker Patientinnen und Patienten.

Wenn Kliniken weiter unter finanziellen Druck geraten, betrifft das nicht abstrakte Strukturen – es betrifft Dienstpläne, Weiterbildung, Bettenkapazitäten, Diagnostik, interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit komplexen Erkrankungen.

Was wir kritisieren

  1. Kürzungen mitten in der Reform gefährden den Umbau
    Krankenhäuser brauchen Planungssicherheit, um die Krankenhausreform umzusetzen. Zusätzlicher Spardruck verschärft Unsicherheit.
  2. Personal ist kein Einsparposten
    Gute Medizin braucht qualifizierte Teams. Wer Personalkosten nicht realistisch refinanziert, gefährdet Arbeitsbedingungen und Versorgung.
  3. Versorgungssicherheit braucht Verlässlichkeit
    Gerade in der Inneren Medizin sind stabile Klinikstrukturen unverzichtbar – für Notfälle, chronisch Kranke, ältere Patientinnen und Patienten und komplexe Krankheitsverläufe.

Sparpolitik ersetzt keine Krankenhausreform

Wer Versorgung sichern will, muss Kliniken bedarfsgerecht planen – nicht durch Kostendruck in die Schließung treiben.

So können Sie als Klinikärztin oder Klinikarzt aktiv werden