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Aktuelles aus der Inneren Medizin

Die BÄK hat einen neuen Präsidenten

Auf dem 122. Ärztetag in Münster wurde Dr. Klaus Reinhardt aus Bielefeld zum neuen Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. Dr. Reinhardt folgt damit als BÄK-Präsident auf Professor Frank Ulrich Montgomery. Montgomery hatte nach acht Jahren Präsidentschaft nicht wieder zur Wahl zur Verfügung gestanden. Anders als sein Vorgänger, welcher im Krankenhaus tätig war, ist Reinhardt niedergelassener Kollege in Bielefeld. Er ist stellvertretender Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe in Münster und Vorsitzender des Hartmannbundes.

Die Wahl eines niedergelassenen Kollegen stellt eine deutliche Veränderung dar. Ergänzt wird die Leitung der Bundesärztekammer durch die beiden Vizepräsidentinnen Dr. Ellen Lundershausen und Dr. Heidrun Gitter.

Der BDI selbst vertritt sowohl Kliniker als auch niedergelassene Kollegen, wobei letztere die zahlenmäßig kleinere Gruppe der Mitglieder darstellen. Insofern bedeutet Reinhardts Wahl gegenüber den letzten Jahren eine Veränderung gerade für die Fachärzteschaft in ihren gegenwärtigen Sektoren. Allerdings besitzt der neue BÄK-Präsident Erfahrung in der Organisation sektorenübergreifender Zusammenarbeit. Als Zuständiger für die Entwicklung der neuen GOÄ hatte er in den Schwerpunkten der Inneren Medizin das sogenannte Kleeblatt definiert: Hier kommt jeweils ein Vertreter aus der wissenschaftlichen Fachgesellschaft, ein Vertreter aus der Sektion/der Arbeitsgemeinschaft des BDI, ein Vertreter der Chefärzte der nicht universitären Krankenhäuser sowie ein Vertreter des Berufsverbandes der niedergelassenen Kollegen zusammen. Durch dieses Vorgehen konnte die ganze Breite der Inneren Medizin abgegriffen werden, je nach anstehenden Fragestellungen wurden Kollegen aus weiteren allgemeininternistisch orientierten Gebieten mit hinzugezogen. Auf diese Art konnte unter Reinhardts Leitung der bisher erfolgreiche Weg der GOÄ-Kommission gefunden werden und neben der reinen Harmonisierung der Legendierungen auch ggf. eine neue Fassung umgesetzt werden.

In der bisherigen Zusammenarbeit zwischen BDI und Dr. Klaus Reinhardt hatten sich keine wesentlichen Dissonanzen gezeigt. Vielmehr gelang es unter diesem Kleeblattkonzept, sämtliche relevanten Gruppen einschließlich zusätzlicher Verbände von nicht Schwerpunktinternisten mit in die Vorbereitung der GOÄ-Bearbeitung einzubinden. Es steht zu hoffen, dass Reinhardt die in der Kommission gezeigte Aufgeschlossenheit gegenüber den Belangen der Klinikärzte und der niedergelassenen Kollegen in seiner neuen Funktion beibehalten kann. Gerade der BDI, welcher mehrheitlich in Kliniken tätige Mitglieder besitzt und andererseits auch bedeutsam die Interessen der niedergelassenen Kollegen darstellt, wünscht sich einen BÄK-Präsidenten mit großer Integrationsfähigkeit.

In diesem Sinne gehen die besten Wünsche an Dr. Klaus Reinhardt und sein Team für seine neue große Aufgabe: Herzlichen Glückwunsch und weiterhin eine ausgewogene Sicht auf die Belange der deutschen Ärzteschaft sowie eine glückliche Hand zur Bewältigung zukünftiger Probleme!

IhrProf. Dr. Hans Martin HoffmeisterPräsident BDI e.V. 

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