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Warum Innere?

Dr. med. Nina Rosa Neuendorff

Universitätsklinikum Heidelberg, Funktionsoberärztin, Fachärztin für Innere Medizin, Heidelberg


"Die Innere Medizin ist unglaublich vielseitig. Das fasziniert mich – kein Arbeitstag gleicht dem anderen. Ich arbeite in der Hämatologie und interessiere mich besonders für Leukämien und Lymphome. Das Besondere an diesen Erkrankungen ist, dass molekularbiologische Forschungsergebnisse hier so rasch wie in kaum einem anderen Bereich der Inneren Medizin Eingang in das klinische Handeln finden. Auf der anderen Seite wird man diese Patienten nur mit einer sehr breiten internistischen Weiterbildung gut behandeln, da die Symptome und Komplikationen so vielfältig sind. Für mich ist dies eine intellektuelle Herausforderung und macht mir viel Spaß! Aber die Hämatologie ist auch ein Fach der Extreme: Unsere Patienten kommen mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen zu uns. Manche Patienten können wir heilen – das ist großartig, gerade, wenn es junge Menschen sind, denen wir so noch viele Jahre ihres Lebens schenken. Andere Patienten sind unheilbar krank. Sie werden sterben, doch können wir ihnen diesen Weg meist erträglicher machen, indem wir quälende Symptome lindern. Das ist ein ebenso wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit und bedeutet mir sehr viel."



Professor Dr. med. Michael Denkinger

Agaplesion Bethesda Klinik Ulm, Geriatrische Klinik, Chefarzt und Ärztlicher Direktor 


"Ich bin über Umwege zur Inneren Medizin gekommen. Nachdem ich im PJ Neurologie als Wahltertial hatte, dachte ich, dass eine fundierte internistische Ausbildung auch für die Neurologie wesentlich ist. Als ich dann bereits zwei Jahre in der Inneren war und viel Gefallen an der damals gastroenterologisch geprägten, sprechenden und funktionsorientierten Medizin gefunden hatte, entschied ich mich, den Weg zum Facharzt Innere Medizin einzuschlagen. Über ein Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung kam ich schließlich zur Geriatrie, die viele Elemente aus der Neurologie, der Psychiatrie und vor allem der Inneren Medizin kombiniert. Natürlich war es nicht immer leicht, Familie – ich habe drei Kinder und eine voll berufstätige Ärztin zur Frau – Klinik und Forschung unter einen Hut zu bekommen.  Ganz ohne Abstriche ging das nicht. Aber meistens habe ich es geschafft, diese Abstriche nicht bei meiner Familie zu machen.  
Rückblickend bin ich sehr froh, dass mein Weg mich in die Innere geführt hat. Diesen Weg würde ich auf alle Fälle wieder einschlagen. Trotz der enormen wirtschaftlichen Vorgaben, die die Assistenz- und Oberärzte zunehmend belasten, ist die Arbeit sehr befriedigend."




Dr. med. Ivo Grebe

Facharzt für Innere Medizin, niedergelassen in Aachen

"Meine Karriere als Internist begann als wissenschaftlicher Assistent  in der Arbeitsmedizin; sehr bald merkte ich jedoch, dass jede Theorie grau ist. Ich wollte „richtige“ Medizin lernen. Meine Weiterbildung begann startete in der Nephrologie, später in der Onkologie und Hämatologie, Radiologie und endete schließlich in der Gastroenterologie. Die internistische Notfall- und Intensivmedizin erlernte ich auf einer kardiologischen Station. Allein das breite Weiterbildungsspektrum zeigt, wie interessant und vielfältig die Innere Medizin sein kann. Meine Lehrer haben mir viele Merksätze mit auf den Weg gegeben wie z.B. „Innere Medizin heißt Nachdenken und dann Handeln -  nicht umgekehrt“.

Den Schritt in die freie Praxis habe ich nie bereut. Für den Internisten bietet sich je nach Qualifikation die Möglichkeit, als Facharzt mit Gebietsbezeichnung (z.B. Gastroenterologe, Kardiologe) tätig zu sein oder sich der hausärztlichen Versorgung zuzuwenden -  mehr  als 30% der Hausärzte sind Internisten. Durch die modernen moderne Kooperationsformen wie BAG und MVZ lassen sich verschiedene Qualifikationen parallel oder gemeinsam praktizieren – sicher eine große Chance für die jungen Kolleginnen und Kollegen. In Zukunft wird die zunehmende Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung für die Innere Medizin weiter an Bedeutung gewinnen und neue, spannende Tätigkeitsfelder erschließen." 




Stellungnahme zu Masterplan Medizinstudium 2020

Die Verbände der Medizinstudierenden und jungen Ärztinnen und Ärzte sehen mit großer Sorge, dass das Medizinstudium einseitig an symbol- und versorgungspolitischen Erwägungen ausgerichtet werden soll, die dem Wesen einer wissenschaftlich begründeten universitären Ausbildung widersprechen und die Überregulierung des Studiums verschärfen. Der Prozess des Masterplans muss genutzt werden, um Studieninhalte und die Lehrbedingungen von Grund auf zu modernisieren und qualitativ auszubauen.

Die Stellungnahme im Detail

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