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Nachrichten

Medizin
13.01.2005

Rückenschmerz-Ratgeber meist für die Katz

Nur ein Fünftel der Ratgeber bringt ausreichende Hinweise zur sinnvollen Prävention.

Viele Patienteninformationen sind zur Prävention von Rückenschmerzen wenig hilfreich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Untersucht wurden 80 Medien, die innerhalb der vergangenen drei Jahre überwiegend kostenfrei von Krankenversicherungen, Universitäten, Verbänden, Medien, Verlagen und Arzneimittelherstellern verbreitet wurden. Darunter waren Bücher, Broschüren, Zeitschriftenartikel, Fernseh- und Hörfunkbeiträge. Nur ein Fünftel der analysierten Informationen enthalten ausreichende Hinweise, die wirklich helfen können, Rückenleiden vorzubeugen.

"Patienteninformationen sollten den Betroffenen die Angst vor Bewegung nehmen", sagt Dr. Martin Butzlaff von der Universität Witten-Herdecke, der die Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt hat: "Patienten sollten zu Aktivität und rückenfreundlichem Verhalten ermuntert werden, jedoch nicht zu absoluter Schonung oder längerer Bettruhe."

Nur wenige der untersuchten Beiträge erfüllen die Ansprüche an einen guten Ratgeber zum Umgang und zur Prävention der Rückenschmerzen: Mehr als zwei Drittel machen nicht darauf aufmerksam, dass einfache Rückenschmerzen meist ungefährlich sind; sie informieren nicht darüber, dass Bettruhe im Krankheitsfall oft ungünstig ist und viele Röntgenaufnahmen nicht notwendig sind. Knapp die Hälfte der Materialien weisen nur unzureichend auf die Bedeutung der aktiven Mitarbeit der Patienten hin, nur ein Drittel der Informationen motivieren zur Anwendung der Ratschläge.

Von den untersuchten Medien schnitten die Bücher am besten ab: Alle erreichten in der Studie mehr als 20 von maximal 42 Punkten. Diesen Wert übertrafen auch 65 Prozent der Informationen von Krankenversicherungen, 58 Prozent der Broschüren von Fachgesellschaften und 17 Prozent der Zeitschriftenartikel. Keine der Informationen aus Radio und Fernsehen und nur eines von neun getesteten Internetportalen erreichte eine Gesamtpunktzahl von über 20 Punkten. "Dies ist besonders bedenklich, da diese Beiträge häufig viel mehr Menschen erreichen als andere", sagt Butzlaff.
red

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