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12.02.2019

Herztod - große Unterschiede in den Bundesländern

Beim Tod durch Herzkrankheiten gibt es weiter große Unterschiede zwischen den Bundesländern. So sterben in Sachsen-Anhalt, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern deutlich mehr Menschen an Herzleiden als in Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg, heißt es im neuen Deutschen Herzbericht, der in Berlin vorgestellt wurde. Warum das so ist, ist nicht ganz klar.

Die jüngsten Zahlen für 2016 schwanken dabei von über 290 Herztoten pro 100.000 Einwohner in Sachsen-Anhalt bis zu 184 Herztoten pro 100.000 Einwohner in Hamburg. Das Lebensalter als Faktor wurde aus der Statistik so gut wie möglich herausgerechnet.

In den Tabellen gibt es nicht allein Ost-West-Unterschiede.

Betrachten die Statistiker die Einlieferungen in Kliniken nach einem akuten Herzinfarkt, kommt das Saarland im Jahr 2017 mit 305 Patienten pro 100.000 Einwohner auf einen Spitzenwert. Die geringste Herzinfarkt-Zahl meldete Sachsen mit 197 Patienten pro 100.000 Einwohner.

„Der auffällige Unterschied bei der Anzahl der akuten Herzinfarkte in den Bundesländern lässt sich noch nicht erklären, wenn allein das Alter als Faktor herausgerechnet oder ländliche Regionen mit längeren Rettungswegen anders beurteilt werden“, sagte Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Da müssen wir noch viel mehr Parameter in den Blick nehmen, zum Beispiel auch den Bildungsgrad der Bevölkerung, die Gesundheitsinformationen in ländlichen Regionen, dazu Faktoren wie Übergewicht, Raucherquoten und die Anzahl von Vorerkrankungen wie Diabetes.“

Bremen und Sachsen-Anhalt versuchen, mit bestimmten Programmen gegenzusteuern. Dabei geht es zum Beispiel um mehr Informationen über Lebensstil-Risiken wie Rauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht, aber auch um mehr Grundwissen über Herzerkrankungen.

dpa


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