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14.05.2019

Frauenanteil unter Praxisärzten steigt allmählich weiter

Wenn Patientinnen und Patienten in eine Praxis gehen, behandelt sie immer häufiger eine Ärztin. Der Anteil der Frauen unter den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten in Deutschland ist weiter leicht gestiegen - auf nunmehr 47 Prozent, wie aus Daten des Bundesarztregisters mit Stand Ende vergangenen Jahres hervorgeht.

Ende 2017 waren es 46 Prozent gewesen und 2009 rund 39 Prozent. Am stärksten vertreten sind Medizinerinnen in den ostdeutschen Ländern.

Im Vergleich der Bundesländer an der Spitze liegt Sachsen-Anhalt mit einem Frauen-Anteil von nun insgesamt 57,3 Prozent. Es folgen Berlin (56,6 Prozent), Sachsen (56,4 Prozent), Thüringen (55,6 Prozent), Brandenburg (55,2 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (52,7 Prozent).

Daneben sind Frauen nur in einem einzigen West-Land knapp in der Mehrheit, nämlich in Hamburg mit 52,4 Prozent.

Den niedrigsten Anteil an Ärztinnen und Psychotherapeutinnen hat dagegen das Saarland mit insgesamt 41,5 Prozent. Nur wenig mehr sind es in der Kassenärzte-Region Westfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen (41,9 Prozent) und in Rheinland-Pfalz (42,0 Prozent).

Dabei unterscheidet sich der Anteil der Frauen stark zwischen den Fachrichtungen. Am höchsten ist er - nur bezogen auf Ärztinnen - bei Frauenärztinnen mit nun 67,1 Prozent. In der Mehrheit sind Frauen auch bei Kinderärzten (54,5 Prozent) und Hautärzten (53,2 Prozent).

Am schwächsten vertreten sind Ärztinnen dagegen in Fachpraxen für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit 11 Prozent. Wenig Frauen gibt es auch bei Orthopäden (12,3 Prozent) und Urologen (13,0 Prozent). Unter den Hausärzten sind inzwischen 45,9 Prozent weiblich - im Jahr 2009 waren es noch 38,6 Prozent Hausärztinnen gewesen.

Insgesamt stieg die Zahl der Ärztinnen mit einer Zulassung für die Versorgung gesetzlich versicherter Kassenpatienten zwischen 2009 und 2018 von 49.200 auf 62.500. Die Zahl der Psychotherapeutinnen erhöhte sich in diesen zehn Jahren laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung von gut 11.000 auf fast 20.000.

dpa


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