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14.02.2020

Experte: Covid-19 verläuft in China ähnlich wie schwere Grippewelle

Bisherige Daten deuten darauf hin, dass die neue Lungenerkrankung Covid-19 in China ähnlich verläuft wie eine schwere Grippewelle. Das sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, am Donnerstag (13.2.) in Berlin.

China habe drastische Maßnahmen unternommen, so dass sich das Virus bislang nicht größer außerhalb des Landes verbreitet habe. Wichtig sei, dass es bislang bei den Ansteckungsketten außerhalb Chinas immer einen Zusammenhang mit China gegeben habe. „Das ist eine wichtige Aussage, weil man damit belegen kann, dass sich das Virus noch nicht weit in der Welt verbreitet hat.“

Von einer Pandemie könne man noch nicht sprechen und es bestehe auch die Chance, dass es keine werde, sagte Wieler. Er betonte aber: „Wir sind momentan nicht in der Lage, die Dynamik des Ausbruchs zu prognostizieren.“

In China liege die aus der Statistik abzulesende Sterberate bei etwa zwei Prozent, außerhalb davon bei 0,2 Prozent. Alle Zahlen aus China seien aber mit Vorsicht zu genießen. Es könne nicht erwartet werden, dass in einem so großen Land wie China an jedem Ort dieselbe Zählmethode angewandt werde. Die Daten zeigten aber zumindest Tendenzen.

Auf der Veranstaltung des Science Media Center und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina äußerten sich auch der Charité-Virologe Christian Drosten und der Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer. Zugeschaltet wurde zudem der Chefarzt Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing, der derzeit mehrere deutsche Coronavirus-Infizierte betreut.

dpa


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