30.06.2010

Opposition für Initiative zu künstlicher Befruchtung

Die von der Landesregierung geplante finanzielle Unterstützung ungewollt kinderloser Paare bei der künstlichen Befruchtung wird von FDP und Linkspartei begrüßt. Die neue Richtlinie, die am Dienstag im Kabinett beraten werden sollte, sei aber längst überfällig, teilte die FDP-Landtagsfraktion in Magdeburg mit. Es habe fast ein halbes Jahr von der Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2010/11 bis zur jetzigen Beratung des Entwurfes gedauert, kritisierte auch die Linksfraktion. Vorgesehen sind 250 000 Euro pro Jahr. Positiv werteten beide, dass nicht nur Ehepaare profitieren, sondern auch nichteheliche Lebensgemeinschaften.

Die Förderung von Landesseite ist für die Paare mit unerfülltem Kinderwunsch besonders wichtig, weil die Krankenkassen die Unterstützung für künstlichen Befruchtungen vor gut sechs Jahren eingeschränkt haben. Seit 1. Januar 2004 werden sie nur noch zur Hälfte und ab der vierten Behandlung gar nicht mehr erstattet. In Sachsen läuft seit rund einem Jahr ein ähnliches Förderprogramm; der Freistaat übernimmt den Eigenanteil der Paare.

dpa