Internisten sagen Nein zu den Kodierrichtlinien
Die ab 1. Januar 2011 anzuwendenden Kodierrichtlinien für den ambulanten Sektor stoßen auf breite Ablehnung der Internisten. Der Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten, BDI e.V., Dr. Wolfgang Wesiack, kritisiert den zusätzlichen bürokratischen Aufwand, der den niedergelassenen Ärzten damit bei weniger Finanzmitteln aufgebürdet wird. Die morbiditätsgestützte Gesamtvergütung droht 2011 nicht weiter entwickelt zu werden. Vielen Einzelpraxen droht bereits jetzt schon die Insolvenz trotz vollen Praxen.
Mit solchen bürokratischen Belastungen werden die Vertragsärzte in MVZ oder Kliniken getrieben, was politisch gewollt zu sein scheint. Dahinter steckt das nicht aufgegebene Ziel, mehr Fachärzte ans Krankenhaus zu binden und den niedergelassenen Bereich auszutrocknen.
Die sinnvolle Umsetzung ist im Praxisalltag wegen des erheblichen zeitlichen, personellen und finanziellen Aufwands nicht zu leisten, betont Wesiack. Weil auch bei Nachweis einer erhöhten Morbidität durch die Richtlinien nicht zusätzliche Mittel ins System kommen werden, lehnt der BDI dieses Bürokratiemonster strikt ab.




