08.01.2010
Mehr Grippe-Impfdosen als benötigt - Berlin hofft auf Kulanz
Angesichts des überschüssigen Schweinegrippe- Impfstoffs Pandemrix hofft das Land Berlin auf Kulanz des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK). «Wir hoffen wie alle anderen Länder, dass es zu einer Vertragsänderung kommt», sagte die Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung Marie-Luise Dittmar am Donnerstag. Zum Zeitpunkt der Bestellung sei man von einer zweimaligen Impfung ausgegangen. Auf dieser Grundlage sei eine bestimmte Anzahl von Impfdosen geordert worden, um damit 30 Prozent der Bevölkerung versorgen zu können. Da sich mittlerweile aber erwiesen habe, dass eine einzige Impfung ausreiche, verfüge das Land somit über Impfdosen für 60 Prozent der Bevölkerung. «So viel brauchen wir jedoch nicht», sagte Dittmar.
Am Nachmittag wollten in der Hauptstadt Vertreter der Länder- Gesundheitsministerien zusammenkommen, um über das Problem der überschüssigen Pandemrix-Schweinegrippe-Impfdosen zu beraten.
Die Impfaktion gegen die Schweinegrippe könnte das Land Berlin bis zu 13 Millionen Euro kosten. Denn die Krankenkassen bezahlen die Impfung nur, wenn Ärzte das Serum Patienten auch spritzen. Lassen sich dagegen weiterhin nur relativ wenig Menschen impfen, muss das Land die Rechnung für seine großen Impfvorräte selbst begleichen.
Bisher ließen sich den Angaben zufolge erst rund 120 000 Berliner gegen die Neue Grippe immunisieren.
dpa




