Kassen zahlen fast zehn Prozent mehr für Arznei
Die Kosten im Gesundheitswesen steigen weiter ungebremst: Die gesetzlichen Krankenkassen im Südwesten haben im November rund 280 Millionen Euro für Arzneimittel ausgegeben. Das waren 9,95 Prozent mehr als als im Vorjahresmonat, teilte die AOK Baden-Württemberg am Freitag mit. Damit liege Baden-Württemberg unter der bundesweiten Steigerung von 11,08 Prozent. Im Bund erhöhten sich die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Arzneimittel auf 2,35 Milliarden Euro, berichtete die mit 3,7 Millionen Versicherten größte gesetzliche Kasse im Land unter Berufung auf Frühinformationen des Deutschen Apothekerverbandes.
Nach den Worten von Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden- Württemberg, entfielen von den 280 Millionen Euro Mehrausgaben rund 122 Millionen auf die AOK. «Damit waren unsere Ausgaben im November
2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,9 Prozent höher.» Allerdings seien die Einsparungen aus den Arzneimittel-Rabattverträgen hier noch nicht mit einbezogen. «Wir gehen davon aus, einen spürbaren Teil der Ausgabenzuwächse durch die Rabattverträge auffangen zu können.»
Insgesamt belaufen sich die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Arzneimittel in Baden-Württemberg von Januar bis einschließlich November 2009 auf 2,96 Milliarden Euro. Die höchste Ausgabensteigerung für Arzneimittel wurde im März 2009 mit einem Plus von 15,85 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet.
dpa




