12.01.2010
Aigner gegen Werbeverbot für Süßigkeiten
Die Forderung nach einem Werbeverbot für Süßigkeiten stößt bei der Bundesregierung auf Ablehnung. «Es ist ein Irrweg zu glauben, man könnte über Steuern oder Verbote einen Bewusstseinswandel bei der Ernährung erreichen», sagte Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) der «Bild»-Zeitung (Dienstag). «Jeder Mensch muss selbst entscheiden, was für ihn das Beste ist.» Die Verbraucher sollten alle Informationen bekommen, um sich gesund und ausgewogen ernähren zu können. Damit wandte sich Aigner zugleich gegen Pläne Rumäniens, Fast Food zu besteuern.
Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast, hatte in einem Interview erneut gesetzliche Beschränkungen im Werbefernsehen gefordert. «Lebensmittelwerbung, die ja meist Süßigkeiten-Werbung ist, hat im Umfeld von Kindersendungen nichts zu suchen», sagte Künast der «Rheinischen Post» (Montag). «Da brauchen wir ein Verbot.»
Die ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Christel Happach-Kasan, erteilte der Forderung eine klare Absage. «Stattdessen setzen wir auf Eigenverantwortung und positive Anreize für die mündigen Verbraucherinnen und Verbraucher.»
dpa




