BDI-Präsident warnt vor politischen Geisterfahrern
„Es ist Zeit, dass wir Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler gegen politische Geisterfahrer wie Markus Söder oder Karl Lauterbach in Schutz nehmen!" Mit diesen Worten wies der Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten, BDI e.V., Dr. med. Wolfgang Wesiack, die schrillen Attacken aus CSU und SPD auf Minister Rösler zurück.
„Diese absurden Vorstellungen zeigen nur, dass ihren Urhebern die Probleme und Strukturen des Gesundheitswesens noch immer sehr fremd sind", kritisierte der erste Vizepräsident des BDI, Dr. med. Wolf von Römer, die politischen Angriffe. Der BDI hält es für falsch, beiseite zu stehen und zu beobachten, ob Rösler sich wohl durchsetzen werde: „Anstatt den Minister zu kritisie-ren, bevor er überhaupt Entscheidungen getroffen hat, sollten wir ihn dabei unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen", kommentierte Prof. Dr. med. Malte Ludwig, zweiter Vize-präsident des BDI.
Das BDI-Präsidium wies darauf hin, dass der Minister in allen öffentlichen Äußerungen seit seinem Amtsantritt erklärt habe, dass er das Gesundheitssystem deutlich entbürokratisieren und mehr Kompetenzen in die Selbstverwaltung und die Regionen zurückverlagern wolle: „Dies sind exakt die Positionen, die wir vor der Wahl aufgestellt haben." Es sei erfreulich, dass sie zu-mindest in der Zielsetzung nun offizielle Politik der neuen Bun-desregierung geworden seien.
Die schweren Altlasten von vielen Jahren Zentralisierungs- und Entmündigungspolitik durch Ulla Schmidt (SPD) könnten nicht in wenigen Monaten beiseite geräumt werden. „Um so mehr ver-dient Minister Rösler unsere tatkräftige Unterstützung", so Wesiack. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung sei in den vergangenen Jahren eher trotz als wegen der SPD-Politik auf hohem Niveau gehalten worden. Jetzt habe die Ärzteschaft die Chance, dass sie ihre Expertise wieder in die Politik einbringen könne: „Ich rufe dazu auf, diese Chance auch zu nutzen und die Arbeit des Gesundheitsministers konstruktiv zu begleiten", betonte der BDI-Präsident.
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