16.09.2011

Weiterer Prozess um Betrug mit billigen Pillen

Vor dem Lübecker Landgericht geht der Prozess um Betrug mit verbilligten Arzneimitteln in die zweite Runde. Heute muss sich die Geschäftsführerin eines Pharmagroßhandels aus dem Kreis Segeberg vor dem Gericht verantworten. Sie soll in mehr als 400 Fällen nur für Klinikapotheken bestimmte Medikamente von einem Lübecker Apotheker gekauft und im ambulanten Bereich weiterverkauft haben. Da die Pharmahersteller Medikamente an Kliniken erheblich billiger abgeben, als an öffentliche Apotheken, soll den Unternehmen laut Anklage ein Schaden von mindestens 950.000 Euro entstanden sein.

Mitte August hatte das Landgericht bereits den mutmaßlichen Lieferanten der Angeklagten, einen 67 Jahre alten Apotheker, zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt.

dpa