26.10.2011
Ultraschnelle Daten für die Krebstherapie an der Charité
Eine neuartige Technologie zum Datenmanagement soll künftig die Krebstherapie und -forschung an der Charité verbessern. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) an der Universität Potsdam hat für ein Charité-Projekt zur Krebsforschung die sogenannte „In-Memory-Technologie" entwickelt, die binnen Sekunden den Online-Zugriff auf Millionen von Patientendaten erlaubt - und zwar direkt am Krankenbett via Tabloid-Computer. Das Projekt wurde am Mittwoch in Berlin vorgestellt.
An der Charité werden laut HPI pro Krebspatient rund 500.000 Einzeldaten erhoben. Um beispielsweise passende Teilnehmer für eine Studie auszuwählen, mussten bislang die Patientenakten aufwändig und manuell nach den entscheidenden Daten durchsucht werden. Die neue Technologie ermögliche es nun, Tumordaten aus verschiedenen Krankenhausinformationssystemen in einer Anwendung zu vereinen und gleichzeitig zu analysieren, hieß es in der Mitteilung des HPI. „So können Behandlungen noch spezifischer als heute auf einen konkreten Patienten abgestimmt werden, um zielgerichtete Therapien und schnellere Behandlungserfolge zu unterstützen."
dpa


