13.10.2011
Telemedizinische Betreuung von Herzpatienten
Die Herzpatienten mit hohem Risiko werden zu Hause mit diagnostischen Geräten in einem Koffer ausgestattet. Dazu gehören eine Waage sowie Geräte zum Blutdruckmessen, für EKG und zum Abfragen des Befindens und der Einnahme von Medikamenten. Außerdem gibt es ein Notruf-Handy, mit dem die Patienten im Ernstfall direkt ihren Arzt anrufen können. Die Betroffenen messen täglich ihre Werte. Diese Daten werden automatisch und kabellos direkt in die elektronische Patientenakte im Telemedizin-Zentrum der beiden Kliniken Cottbus und Brandenburg/Havel übertragen. Dort überwachen Ärzteteams die Werte.
Die Geräte für den häuslichen Bereich und die Software für die Analyse des EKG liefert die Getemed Medizin- und Informationstechnik AG aus Teltow (Potsdam-Mittelmark). Die Telekom verbindet mit ihrem telemedizinischen Arbeitsplatz die beiden Kliniken und die Hausärzte und versorgt die Beteiligten mit Telefon-, Internet- oder Mobilfunk-Verbindungen. Die Telekom liefert auch die elektronische Patientenakte. Alle Geräte sowie die Software erfüllen die Anforderungen des Medizinproduktegesetzes (MPG). Ein Gerätekoffer kostet nach Angaben des Cottbuser Klinikums etwa 2.000 Euro, die von der Krankenkasse übernommen werden.
dpa


