12.07.2011
Tarifeinigung am Klinikum Chemnitz
Die Auseinandersetzung um einen neuen Haustarifvertrag am Klinikum Chemnitz ist beendet. Am Montag einigten sich die Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi nach sechsstündigen Verhandlungen auf eine Entgelttabelle für die 2.400 nichtärztlichen Beschäftigten. Demnach werden rückwirkend von Januar bis zum Jahresende die Gehälter schrittweise von 93% auf 96% angehoben - gemessen am Gehaltsniveau des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst. Zudem wurden - in Abhängigkeit von der jetzigen Einstufung - Einmalzahlungen von 225 Euro und 150 Euro vereinbart. Klinikum und Gewerkschaft sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von einem „ausgewogenen Ergebnis".
„Die Kuh ist vom Eis", sagte Verdi-Sprecher Harald Krause. Die Gewerkschaft handelte mit den Arbeitgebern noch weitere Verbesserungen für Krankenschwestern, Pfleger und die anderen nichtärztlichen Beschäftigten aus. So gibt es mehr Grundurlaub, bis zu sechs Tage Bildungsurlaub, höhere Nachtzuschläge, in mehr Bereichen als bisher Funktionszulagen und höhere Sonderzahlungen.
Der Tarifeinigung waren im Juni fünf Warnstreiks binnen neun Tagen vorausgegangen. Um den neuen Vertrag war mehr als ein Jahr lang in dreizehn Verhandlungsrunden gerungen worden. Er hat einen Laufzeit bis Ende Juni 2012.
dpa


