10.06.2011

Studie: Junge Menschen öfter unzufrieden mit Ärzten

Junge Patienten in Nordrhein-Westfalen sind häufiger genervt als ältere, wenn sie lange auf einen Termin beim Arzt oder im Krankenhaus warten müssen. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK sind zwei Drittel der 18- bis 29-Jährigen in NRW unzufrieden mit langen Wartezeiten bei der Terminvergabe. Jeder zweite jüngere Patient gab an, dass die Ärzte zu wenig Zeit und Verständnis hätten, wie die DAK am Freitag mitteilte.

Im Alter werden die Patienten dagegen zufriedener mit der ärztlichen Versorgung. Nur noch 36 Prozent der Patienten ab 60 Jahre ärgern sich der Umfrage zufolge über lange Wartezeiten bei der Terminvergabe. Dass die Ärzte wenig Zeit und Verständnis hätten, beklagte nur knapp jeder dritte ältere Patient (30 Prozent).

Insgesamt ist jeder fünfte Patient in Nordrhein-Westfalen mit der ärztlichen Versorgung zwischen Rhein und Weser unzufrieden, immerhin 78 Prozent der Befragten äußerten sich aber zufrieden. Fast jeder dritte Befragte fühlt sich vom Arzt nicht ausreichend aufgeklärt (32 Prozent).

«Patientinnen und Patienten wollen nicht nur eine Diagnose und eine Therapie genannt bekommen, sondern auch Erklärungen, die sie verstehen und nachvollziehen können», sagte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne). Kritikpunkte der Patienten waren auch mangelnde Hygiene beim Arzt (18 Prozent) und der Einsatz alter Technik (11 Prozent).

dpa