07.06.2011

Statine können Gefahr von Hirnblutung steigern

Wer schon einmal einen Schlaganfall aufgrund einer Hirnblutung hatte, nimmt besser keine Arzneimittel, die den Cholesterinwert im Blut senken. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) in Berlin hin. Sie beruft sich auf eine Analyse von Medizinern der US-amerikanischen Harvard Universität. Demnach können die als Statine bezeichneten Medikamente die Gefahr einer weiteren Hirnblutung steigern. Außerdem sinke dadurch die durchschnittliche Lebenserwartung der Betroffenen.

Statine senken der DSG zufolge bei Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten erwiesenermaßen das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Für letztere gilt das aber nur, wenn sie auf einem Gefäßverschluss im Gehirn beruhen. Bei rund 10 bis 15 Prozent der Schlaganfälle sei jedoch eine Hirnblutung die Ursache.

dpa