Neuer Hybrid-OP: Medizintechnik für Diagnose und Eingriffe
Nach dem Berliner Herzzentrum bekommen nun auch die Berliner DRK-Kliniken einen nagelneuen Hybrid-Operationssaal. Mit moderner Medizintechnik können dort gleich zwei Schritte auf einmal erledigt werden: Diagnose, zum Beispiel durch Röntgenuntersuchungen, und Eingriffe. Am DRK-Klinikum Mitte ist der 2,2 Millionen Euro teure Operationssaal auf Gefäßchirurgie ausgerichtet.
Behandelt werden sollen hier von der kommenden Woche an zum Beispiel Patienten, die Gefäßstützen (Stents) in Schlagadern eingesetzt bekommen. Auch Bypass-Operationen sind möglich, teilte die Klinik am Mittwoch mit. Notfällen hoffen Ärzte durch die OP-Kombi schneller helfen zu können. Bisher mussten Patienten zur Diagnose in andere Abteilungen. Nun soll dasselbe Team sowohl die Diagnosen stellen als auch operieren. Pro Jahr sind 500 bis 600 Eingriffe geplant. Mediziner versprechen sich vom Hybrid-OP mehr Behandlungssicherheit und eine kürzere OP-Dauer für Patienten.
Zum Hybrid-OP kommen am Klinikum noch drei weitere neue Operationssäle sowie eine vergrößerte und neu eingerichtete Rettungsstelle dazu. Die Gesamtkosten für die Investitionen belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro, fast sechs Millionen Euro davon zahlt das Land Berlin.
dpa


