04.08.2011

„LVZ": Bisher kaum Lesegeräte für Gesundheitskarte

Die große Mehrheit der sächsischen Ärzte ist technisch noch nicht auf die geplante Einführung der elektronischen Gesundheitskarte vorbereitet. Obwohl die Karten ab Oktober an die Versicherten im Freistaat ausgegeben werden sollen, habe erst etwa ein Viertel der gut 6600 Mediziner ein Lesegerät dafür angeschafft, berichtet die „Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag) unter Berufung auf den Verband der Ersatzkassen (VDEK). „Die Ausstattungsquote kann nicht zufriedenstellen", sagte ein VDEK-Sprecher der Zeitung. Dabei würden die Kosten sogar erstattet. Die Kassenärztliche Vereinigung kündigte an, ihre Mitglieder noch einmal auf das Thema anzusprechen.

Die elektronische Gesundheitskarte soll die Versichertenkarte ablösen, wird sich - mit Ausnahme des obligatorischen Fotos - zunächst aber nicht wesentlich von ihr unterscheiden. Neue Funktionen wie die elektronische Patientenakte oder das elektronische Rezept sollen erst irgendwann in der Zukunft hinzukommen.

dpa