09.05.2011

Junges Medizinpersonal als Erfolgsgarant für Kliniken

 

Das Fazit einer Studie „Generation Y. Rekrutierung, Entwicklung und Bindung" zu Trends in der Medizinökonomie zeichnet ein positives Bild des Nachwuchses beim Arzt- und Pflegepersonal. Die so genannte Generation Y ist gut vernetzt, Neuem gegenüber aufgeschlossen und strebt danach, Arbeit und Leben eng zu verzahnen. Co-Autor Prof. Johannes Möller, Dekan des Fachbereichs Gesundheit und Pflege an der Hamburger Fern-Hochschule (HFH), zieht aus den Ergebnissen eine deutliche Schlussfolgerung: „Kliniken, die zukunftsfähig sein wollen, sollten sich gezielt um Mitarbeiter der Jahrgänge ab 1981 bemühen."

Krankenhäuser, die sich als lernende Organisation sehen, könnten besonders von den jungen Fachkräften profitieren. Sie seien herausragend qualifiziert in der Nutzung modernster Technik, kommunikationsfähig und kompetent im Teamlernen. „All das sind Fähigkeiten, die für den Wandel und die Konkurrenzfähigkeit in einem Unternehmen - und vor allem in einer Klinik - unabdingbar sind", so Möller. Junge Berufstätige trennen Arbeits- und Privatleben nicht, sondern tendieren während ihrer ersten Berufsjahre dazu, ihren Lebensinhalt in der Arbeit zu sehen, ist in der Studie zu lesen. Dabei streben sie weniger nach hierarchischem Aufstieg sondern vielmehr nach fachlichem Wissen und Kompetenz. „Das medizinische Nachwuchspersonal geht alltäglich mit modernster Kommunikationstechnik um. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass es jungen Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften leicht fällt, die Technisierung in Medizin und Pflege sowie die Vernetzung verschiedener Abteilungen voranzubringen", sagt Möller.

dgd