28.04.2011
Immer mehr Beratungsbedarf bei Vergiftungen
Der Beratungsbedarf bei akuten Vergiftungen steigt. Vergangenes Jahr gingen bei der gemeinsam von Hessen und Rheinland-Pfalz betriebenen Giftinformationszentrale in Mainz 32.000 Anrufe ein, 5% mehr als im Jahr zuvor, wie die hessische Gesundheitsstaatssekretärin Petra Müller-Klepper (CDU) in Wiesbaden mitteilte. 13.400 Anfragen kamen demnach aus Hessen.
In den meisten Fällen (65%) geschah die Vergiftung versehentlich, an zweiter Stelle folgten mit 25% Selbstmordversuche. Mit 5% an dritter Stelle lagen Suchterkrankungen als Grund für die Vergiftung. Für Kinder sind Haushaltsprodukte, Pflanzen, Pilze und Medikamente besonders gefährlich, bei Erwachsenen werden den Angaben zufolge vor allem Vergiftungen durch Medikamente gemeldet. Die Zentrale ist an die Mainzer Uni-Klinik angegliedert.
dpa


