Halle: 400 Klinik-Mitarbeiter im Warnstreik
In Halle haben am Mittwoch rund 450 Mitarbeiter des Universitätsklinikums ihre Arbeit niedergelegt. Mit dem zehnstündigen Warnstreik wollte das nichtärztliche Personal vor den nächsten Tarifverhandlungen am 8. November Druck auf den Arbeitgeber ausüben. Die Streikenden demonstrierten für etwa eine Stunde in der Innenstadt, was laut Polizei zu Behinderungen im Straßenverkehr führte.
„Wir fordern für dieses Jahr noch eine Lohnerhöhung", sagte Lothar Philipp von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Bleibe diese aus, drohten die Tarifverhandlungen zu scheitern. Das Klinikum hatte in der letzten Verhandlungsrunde laut eigenen Angaben eine Lohnanhebung um 18,8% bis zum Jahr 2014 angeboten.
Mit einer Lohnerhöhung um 3,6% bis zum vergangenen August hatten sich beide Seiten in dem Tarifkonflikt bereits auf einen Kompromiss geeinigt. Mit Blick nach Magdeburg, wo die nichtärztlichen Mitarbeiter ein Plus von 7% erzielten, fordert Verdi nun in Halle eine weitere Erhöhung. „Eine Vier vor dem Komma sollte schon stehen", sagte Philipp.
Während des Warnstreiks war die Versorgung der Patienten den Angaben zufolge gesichert. Arbeitgeber und Gewerkschaft hatten eine entsprechende Notdienstvereinbarung getroffen.
dpa


