Generika und Infusionen halten Fresenius gesund
Glänzende Geschäfte mit Nachahmermedikamenten (Generika) und Infusionen haben dem Medizinkonzern Fresenius im ersten Halbjahr zusätzliche Gewinne beschert. Konzernchef Ulf M. erhöhte nach den Zahlen am Dienstag zum zweiten Mal in diesem Jahr den Ergebnisausblick für den Konzern aus Bad Homburg bei Frankfurt. Von Januar bis Juni legte der Gewinn im Vorjahresvergleich um ein Fünftel auf 363 Millionen Euro zu, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Das operative Ergebnis (EBIT) der Fresenius SE&Co KGaA stieg um acht% auf 1,207 Milliarden Euro.
Gewinntreiber war insbesondere die Sparte Generika und Infusionen
(Kabi) mit einem um 13% höheren Umsatz (1,971 Milliarden Euro) und einem um 33% gewachsenen Gewinn von 181 Millionen Euro. Die Hessen profitierten dabei von Lieferschwierigkeiten der Konkurrenz und erfolgreichen Produkteinführungen in den USA. Auch die Krankenhaustocher Helios strebt mehr Gewinn als ursprünglich geplant an, während die Beratungstochter Vamed wegen Projektverzögerungen schwächelte.
Die wichtigste Konzernsparte, der ebenfalls im DAX notierte Dialyse-Dienstleister Fresenius Medical Care (FMC), brachte ebenfalls Umsatz- und Ergebnissteigerungen ein. Im zweiten Quartal stieg der Gewinn um fünf% auf 261 Millionen US-Dollar. Der Umsatz kletterte auf 3,194 Milliarden Dollar. Der weltweit führende Anbieters von Produkten und Dienstleistungen rund um die Nierenwäsche bestätigte sein Umsatzziel für 2011 von mehr als 13 Milliarden US-Dollar (9,07 Mrd. Euro). Dabei soll mehr als eine Milliarde Dollar Gewinn anfallen. Wie FMC weiter mitteilte, will sich die Gesellschaft auf dem wichtigsten Markt, den USA, mit der Übernahme des Konkurrenten Liberty Dialysis verstärken.
dpa


