Experten finden weniger Salmonellen im Geflügel
Einen Rückgang von Salmonellen im Geflügel hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gemeldet. Die Zahl der betroffenen deutschen Geflügelhöfe sei innerhalb eines Jahres um mindestens die Hälfte zurückgegangen, berichtete das Institut. Grund sei das Salmonellen-Bekämpfungsprogramm der Europäischen Kommission von 2008. Es enthalte unter anderem eine Impfpflicht für Legehennenherden in Ländern mit hohen Salmonellenraten und strenge Regeln für das Futter.
Die jüngsten deutschen Daten stammen vom Jahr 2010. Demnach wurden bei 0,3% der untersuchten Herden von Zuchthühnern bekämpfungsrelevante Salmonellentypen wie Salmonella enteritidis nachgewiesen. 2009 seien es noch 0,9% gewesen. Bei Masthähnchen seien 0,2% der beprobten Herden verseucht gewesen, halb so viele wie 2009. In derselben Größenordnung sank demnach das Salmonellenvorkommen bei Legehennen. Zudem seien die Erreger bei 0,6% der Mastputen-Herden entdeckt worden.
Salmonellen können nach Institutsangaben beispielsweise in Federn oder dem Darm von Vögeln leben und bereits im Huhn in das Innere des Eis oder auf die Schale gelangen. Beim Menschen führen die Erreger oft zu schweren Durchfällen und Erbrechen. Die Experten empfehlen weiterhin, auf Rohei in Speisen zu verzichten. Kleinkinder, Kranke und Senioren sollten zudem nur Eier verzehren, deren Eiweiß und Eigelb vom Erhitzen vollständig gestockt sind. Geflügelfleisch sollte vollkommend erhitzt werden. „Bei einer Kerntemperatur von 70 Grad Celsius über zwei Minuten sterben die Krankheitserreger ab."
dpa


