05.05.2011

Erneut Gespräche über Tarife an der Charité

 

Im Konflikt über die Tarife an der Berliner Charité gibt es an diesem Donnerstag erneut Gespräche zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Sie waren am Mittwoch vertagt worden. Der Streik weitete sich aus. Neben den Krankenschwestern, Pflegern und Technikern, die seit Montag im Ausstand sind, haben am Mittwoch auch Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Bereich der Lehre und Forschung aus Solidarität ihre Arbeit niedergelegt. Sie wollten dies wie die anderen Streikenden auch am Donnerstag fortsetzen.

Die Gewerkschaften Verdi und dbb Tarifunion wollen den Einkommensrückstand der nichtärztlichen Beschäftigten gegenüber vergleichbaren Einrichtungen in anderen Bundesländern ausgeglichen wissen. Dafür fordern sie etwa 300 Euro im Monat mehr Entgelt. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 120 Euro und eine schrittweise Angleichung bis 2017 angeboten. Zum Streik aufgerufen sind etwa 10.000 Beschäftigte. Für die Patienten ist ein Notdienst eingerichtet.

dpa