08.12.2011
Dreyer: Ärzten geht Erhöhung der Honorare verloren
Den rheinland-pfälzischen Ärzten geht laut Landesregierung eine Erhöhung ihres Honorars verloren. Es drohe eine dauerhafte finanzielle Benachteiligung im Vergleich zu ihren Kollegen in anderen Bundesländern, sagte Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag im Mainzer Landtag. „Das Land verliert damit für niederlassungswillige Ärztinnen und Ärzte tendenziell an Attraktivität." Besonders auf dem flachen Land werde es schwerer werden, frei werdende Arztsitze wieder zu besetzen.
Hintergrund ist laut Dreyer die Streichung einer Regelung in einem Bundesgesetz, die bislang die Basis für eine stufenweise Angleichung der Honorare der rheinland-pfälzischen Ärzte an den bundesweiten Durchschnitt gebildet habe. Verantwortlich dafür sei die schwarz-gelbe Koalition in Berlin. Rheinland-Pfalz habe aber die höchste Erkrankungsrate aller westlichen Bundesländer. Dreyer versicherte, sie habe bei mehreren Spitzenpolitikern auf Bundesebene vergeblich versucht, sie vom Grundsatz „Gleiches Honorar für gleiche Leistung" bei den Ärzten überall in Deutschland zu überzeugen.
dpa


