12.07.2011

Doktorarbeit über Handy-Strahlen unter Verdacht

 

Eine an der Charité-Universitätsmedizin angefertigte Doktorarbeit über die Wirkung von Handy-Strahlen soll möglicherweise Fehler enthalten. Nach der Sommerpause werde eine Promotionskommission entscheiden, ob die Dissertation aberkannt wird. Das teilte eine Sprecherin der Charité am Montag in Berlin mit. Eine Überprüfung der Daten habe Hinweise auf Mängel ergeben, hieß es in der Stellungnahme der Charité. Die Untersuchung dauere an.

Im vergangenen Jahr hatte der Bremer Professor Alexander Lerchl die zuständige Institutsleitung an der Charité auf Unstimmigkeiten in der Arbeit zur biologischen Wirkung elektromagnetischer Felder hingewiesen. Er gehe davon aus, dass „Daten grob manipuliert wurden", sagte er der Nachrichtenagentur dpa am Montag. Die Untersuchung sei zu dem dramatischen Ergebnis gekommen, dass Handy-Strahlen Brüche im Erbgut verursachen können, erklärte Lerchl. Problematisch sei, dass sie bereits in verschiedenen Publikationen als Beleg für die negative Wirkung von Handy-Strahlen benutzt wurde.

dpa