03.02.2012

Diabetesmittel und Impfstoffe sorgen bei Merck & Co für Umsatzplus

 

Der zweitgrößte US-Pharmakonzern Merck & Co hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 von der Nachfrage nach Diabetesmitteln und Impfstoffen profitiert und Umsatz wie auch Gewinn gesteigert. Der Überschuss kletterte auch dank Kosteneinsparungen auf 6,2 Milliarden Dollar (rund 4,7 Mrd. Euro), wie der Pfizer-Konkurrent am Donnerstag in Whitehouse Station im US-Bundesstaat New Jersey mitteilte. Beim Umsatz sorgten zudem positive Wechselkurseffekte sowie die Nachfrage aus den Schwellenländern für einen Anstieg auf 48 Milliarden Dollar.

Merck & Co will bis 2015 weitere Kosten einsparen und hatte vergangenen Sommer einen Abbau von bis zu 13.000 Stellen bekanntgegeben. Damit will sich der US-Konzern für die zunehmende Konkurrenz durch Generikahersteller rüsten. Noch sprudeln bei dem Hersteller des Impfstoffes Gardasil gegen Gebärmutterhalskrebs die Gewinne - aber bereits im Sommer Jahr läuft für das wichtigste Medikament Singulair (Asthmamittel) der Patentschutz aus. In der Regel führt der Verlust des Patentschutzes zu einem kräftigen Umsatzeinbruch, denn Generikahersteller drängen dann mit billigeren Nachahmermedikamenten auf den Markt.

dpa