24.11.2011

Deutsch-dänische Kooperation bei Gesundheit und Bildung

 

Nach den Debatten um die im Sommer vorübergehend eingeführten Grenzkontrollen stehen die Zeichen zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein nun wieder auf Zusammenarbeit. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) und der Vorsitzende der Region Syddanmark, Carl Holst, unterzeichneten am Mittwoch in Kollund (Dänemark) den gemeinsamen Jahresplan 2011/2012. Schwerpunkt ist die Kooperation in den Bereichen Hochschulen und Gesundheit. So sollen etwa künftig auch deutsche Patienten in dänischen Krankenhäusern behandelt werden.

Seit 15 Jahren gebe es die Zusammenarbeit, doch sei außer Notfällen nicht ein deutscher Patient nördlich der Grenze versorgt worden, sagte Carstensen. Es gebe aber Signale deutscher Krankenkassen, Patienten auch in Dänemark behandeln zu lassen. Das Interesse in Deutschland steige, „den einseitigen Verkehr zweiseitig zu gestalten", ergänzte Holst.

Bei den Hochschulen wollen die beiden Regionen die Zusammenarbeit bis zu den Universitäten in Hamburg und Århus ausdehnen. „Es ist wichtig, dass mehr kluge Köpfe in die gemeinsame Region kommen", befand Holst. Ein weiteres Thema des kommenden Jahres werden die Inhalte des EU-Programms Interreg V A ab 2014. Carstensen sprach sich für ein gemeinsames Fördergebiet für die Fehmarn- und die Jütlandroute aus. Das Land habe nicht vor, finanzielle Mittel von der Jütland- zur Fehmarnroute abzuziehen. Vereinbart wurde außerdem eine Datenbank mit deutsch-dänischen Rahmendaten von Danmarks Statikstik, der Bundesagentur für Arbeit und des Statistikamts Nord.

dpa