02.09.2011

Bei Charité-Tochter CFM droht Streik

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die rund 2000 Beschäftigten der Charité-Servicetochter CFM droht nun Streik. Ab kommenden Montag ruft die Gewerkschaft Verdi zur Urabstimmung über einen unbefristeten Streik auf. Mit dem Ergebnis wird bis nächsten Donnerstag gerechnet. Ein Angebot der Charité CFM Facility Management GmbH über rückwirkende Lohnerhöhungen für einen Teil der Beschäftigten schlugen die Verdi-Vertreter aus und brachen die Gespräche am Mittwoch ab.

„Das Angebot sieht nur Verbesserungen für vier der 18 Beschäftigtengruppen vor. Und auch innerhalb der einzelnen Leistungsbereiche gibt es noch Unterschiede", kritisierte Verdi-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch am Donnerstag. „Eine soziale Staffelung ist grundsätzlich mit uns möglich. Aber wir wollen finanzielle Verbesserungen für alle Beschäftigten."

Seit Ende Mai verhandelt Verdi mit der Geschäftsführung über die Einführung eines Tarifvertrages. Die Gewerkschaft fordert gleiche Arbeitsbedingungen und 168 Euro pro Monat mehr für sämtliche CFM-Beschäftigten. Die Arbeitgeberseite hingegen betonte, mit den von ihr geplanten rückwirkenden Lohnerhöhungen würden sämtliche Löhne dem Tarifniveau der jeweiligen Branche entsprechen oder sogar darüber liegen. Der geforderte Tarifvertrag läge „weit über dem Niveau der jeweiligen Branchentarifverträge". Die Mehrkosten würden den Fortbestand des Unternehmens und der Arbeitsplätze gefährden.

Die CFM GmbH ist eine vor fünf Jahren gegründete Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums. Sie bündelt Dienstleistungen, die nicht unmittelbar am Patienten stattfinden, wie Küche, Post, Logistik und Reparaturen.

dpa