BDI lehnt modulare Weiterbildung ab - Wesiack: Qualität der Patientenversorgung würde leiden
Einstimmig hat sich die Delegiertenversammlung des Berufsverbands Deutscher Internisten, BDI e.V., beim 4. Deutschen Internistentag Ende September in Berlin gegen Pläne der Bundesärztekammer für eine modulare Struktur der (Muster-) Weiterbildungsordnung gewandt.
Damit würde es möglich, dass vermehrt technische Leistungen, die seither isoliert im Gebiet Innere Medizin abgebildet sind, auch anderen Fächern zur Verfügung stehen. Sie würden damit Bestandteil dieser Fachgebiete bei der Patientenversorgung in Klinik und Praxis. Für den BDI ist das nicht akzeptabel, stellt BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack fest. „Das ginge zu Lasten der Qualität der Patientenversorgung."
In der Resolution heißt es: „Der BDI befürchtet neuen Qualitätsverlust der Patientenversorgung, da die Diagnostik und Therapie weiter in Richtung Technik verschoben werden. Das widerspricht einer ganzheitlich orientierten Patientenversorgung. Es ist zu befürchten, dass die therapeutischen Ansätze zu kurz kommen. Technische Leistungen können nur bei ausreichender Kenntnis der internistischen Krankheiten und bei entsprechender klinischer Erfahrung richtig bewertet werden. Der BDI hält Weiterbildungsmodule deshalb für überflüssig, zumal bereits jetzt die Möglichkeit der Zusatzweiterbildung zur Verfügung steht."


