Arzneimittelsparpakete wirken: Ausgaben und Preise sinken
Die schwarz-gelben Arzneimittelsparpakete zeigen Wirkung: Die Krankenkassen haben im vergangenen Jahr deutlich weniger für Medikamente ausgeben müssen als 2010. Die Entlastung liegt bei knapp drei% oder knapp einer Milliarde Euro. Zugleich gaben die Preise nach. Die Arzneimittelausgaben gehören mit etwa 18% Anteil zu den großen Ausgabenposten der gesetzlichen Kassen.
Nach Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) sanken die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen 2011 um 2,8% oder 800 Millionen Euro auf 27,1 Milliarden Euro. Ziehe man davon die auf 1,4 Milliarden Euro geschätzten Einsparungen aus den unveröffentlichten Rabattverträgen der Kassen ab, sei der Rückgang sogar noch deutlicher. Krankenkassen und Ärzten hätten zuletzt einen Rückgang um nur 0,3% prognostiziert.
Die Preise für Arzneimittel sanken nach Berechnungen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK im vergangenen Jahr um durchschnittlich 2,4%. Von Januar 2010 bis Dezember 2011 habe der Rückgang sogar bei 3,6% gelegen, berichtet die „Bild"-Zeitung. Gründe dafür seien unter anderem die Einführung neuer Nachahmerpräparate („Generika") sowie sinkende Festbeträge für bestimmte Medikamente.
dpa


