AOK Nordost zieht nach Fusion positive Bilanz - Mitgliederplus
Die Fusion der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) von Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zur AOK Nordost hat nach Überzeugung des Vorstandsvorsitzenden Frank Michalak den Versicherten aller drei Länder Vorteile gebracht. Das in Brandenburg entwickelte AOK-Junior-Programm mit zusätzlichen, kostenfreien Vorsorgeuntersuchungen laufe nun auch in Mecklenburg-Vorpommern. Die an der Küste erfolgreichen Service-Mobile führen jetzt auch in Brandenburg übers Land. „Damit rücken wir noch dichter an unsere Versicherten heran", betonte Michalak am Mittwoch in Schwerin.
Die Bilanz ein Jahr nach der AOK-Vereinigung sei positiv, sagte er. Als weitere Belege führte er den neuen Arzttermin-Service und schnellere Überweisungen an Fachärzte an. „Wir haben eine sehr gute Kooperationsbasis mit den Kassenärzten und neue Versorgungsverträge geschlossen", sagte Michalak. Speziell ausgebildete Krankenschwestern, die Ärzte bei Routinebehandlungen entlasten, sollen künftig noch stärker eingesetzt werden.
Offen ist hingegen noch die künftige Vergütung der häuslichen Krankenpflege. Die Verhandlungen von AOK und anderen gesetzlichen Krankenkassen mit den Anbietern im Land waren gescheitert. Die Kassen, die deutliche Kürzungen anstreben, hatten daraufhin eine unabhängige Schiedsstelle angerufen. „Mecklenburg- Vorpommern ist auf diesem Gebiet die mit Abstand teuerste Region. Wir müssen da zu strukturellen Änderungen kommen. Ich denke, dass wir im März oder April einen Schiedsspruch haben", sagte Michalak.
Seinen Angaben zufolge ist die AOK mit 1,8 Millionen Versicherten regionaler Marktführer und mit 112 Servicecentern im Nordosten flächendeckend präsent. Seit der Fusion seien in den drei Ländern mehr als 75.000 neue Mitglieder hinzugekommen. Unter Berücksichtigung der vor allem durch Tod ausgeschiedenen Mitglieder betrage der Versichertenzuwachs im Vorjahr 20.000. In Mecklenburg-Vorpommern gehören der AOK rund 470.000 Versicherte an.
dpa


