Altenpfleger-Nachwuchs im Norden auf Rekordhöhe
Der Nachwuchs für die Altenpflege ist in Schleswig-Holstein so groß wie nie zuvor. Insgesamt 2022 Auszubildenden lernten in diesem sozialen Bereich, teilte das Kieler Sozialministerium am Montag mit. Das sei im Vergleich zum Vorjahr (1869 Auszubildende) ein Plus von rund 8,5%. Seit 2007 betrage die Steigerung sogar 57%. Kurzfristig könne die angespannte Situation in der Altenpflege damit entschärft werden, langfristig sei aber eine Ausweitung des Pflegepersonals notwendig, sagte ein Ministeriumssprecher.
Sozialminister Heiner Garg (FDP) sprach von einem gemeinsamen Erfolg für die Bundesagentur für Arbeit, Trägerverbände der Pflege und Landesregierung. So habe die Landesregierung trotz angespannter Haushaltslage die Zahl der geförderten Ausbildungsplätze noch einmal erhöht und unterstütze nun 1200 Plätze mit jährlich rund 4,2 Mllionen Euro.
Die notwendige Sicherung der Altenpflege könne allerdings nicht nur auf Landesebene gewährleistet werden, betonte Garg. Der Minister erinnerte an seine Forderung an die Bundesregierung, zügig die Eckpunkte für die Reform der Pflegeausbildung vorzulegen. Geplant ist eine Zusammenführung der Pflegeausbildungen (Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege). Hierzu gehört auch die Schaffung einer einheitlichen Finanzierungsregelung für die neue Pflegeausbildung.
dpa


